Mehrheit der Autofahrer will mehr Geld für Autos mit geringerer CO2-Emission ausgeben

Deutschland in den Zeiten der Krise – auch der Autokrise. Es scheint als bestimmten die Schnäppchenjagd und die Abwrackprämie das Verhalten potentieller Autokäufer. Ist in solchen Zeiten überhaupt noch Platz für das Nachdenken um alternative Antriebe im Fahrzeug? Die KÜS hat zusammen mit BBE Retail Experts und kfz-betrieb die Autofahrer befragt.

Gas statt Benzin ist den meisten Autofahrern als Antriebsenergie geläufig drei Viertel kennen Erdgas (CNG), um 5 % weniger ist Autogas (LPG) bekannt. Näher beschäftigt hat sich mit Erdgas ein Sechstel der Befragten, bei Autogas sind es 14 %. Zwei Prozent der Befragten fahren bereits ein mit Autogas betriebenes Fahrzeug. Interessant ist das Resultat im Vergleich mit zwei anderen Zahlen: Aktuell gibt es in Deutschland rund 5.040 Autogastankstellen aber nur 840 Tankstellen für Erdgas.

Die eher „exotischen“ Alternativenergien sind bei den von Trend-Tacho Befragten weniger bekannt. Zwei Drittel kennen den Hybridantrieb vom Namen her, 62 % sind es bei Bioethanol und knapp über die Hälfte der Befragten hat schon einmal etwas von der Brennstoffzelle als Lieferant für die Antriebsenergien von Fahrzeugen gehört. Etwas mehr, 59 % der Befragten, kennt dem Namen nach Wasserstoff als Energielieferant. Konkret beschäftigt haben sich mit Hybridantrieb 13 %, mit Bioethanol 5 %, Brennstoffzelle und Wasserstoffantrieb sind 6 % der Autofahrer näher bekannt.

Der Biokraftstoff BTL (Biomass-to-Liquid, verflüssigte Bio-Rohstoffe) ist dem Namen nach drei Viertel der Befragten bekannt, 8 % haben sich bereits näher damit beschäftigt.

Mit dem Thema Elektrofahrzeug hat sich bisher ein Viertel der Befragten beschäftigt. In stärkerem Maße als der Durchschnitt haben sich Männer, Bewohner der neuen Bundesländer und Bewohner in Städten mit mehr als 100.000 Einwohner beschäftigt.

Befragte sehen größte Zukunftschancen für Hybrid- und Elektroantrieb

Befragt nach den Zukunftschancen haben die Autofahrer klare Vorstellungen. Dem Hybrid- und Elektroantrieb sprechen 60 % und 52 % der Befragten die größten Chancen zu, für Bioethanol sehen 21 % zukünftig eine feste Positionierung als Energielieferant für Fahrzeuge.

Mit zunehmender Reduzierung des CO2-Ausstoßes steigt die Bereitschaft, mehr Geld für ein umweltfreundliches Auto auszugeben. 10 % weniger CO2 wären immerhin 51 % der Befragten Mehrausgaben beim Fahrzeugkauf wert, bei 30 % Reduzierung würden 61 % tiefer in die Tasche greifen. Toyota, VW und Mercedes werden am häufigsten als Hersteller besonders umweltfreundlicher Autos wahrgenommen, aber noch 48 % aller Befragten konnten keine Hersteller solcher Fahrzeuge nennen.

Quelle: Pressemitteilung KÜS




Comments

This entry was posted on Dienstag, Juni 9th, 2009 at 22:32 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.
1 Comment so far

  1. Olli on Juli 12, 2009 22:21

    Die Leute die bereit wären mehr Geld auszugeben wissen wahrscheinlich nicht was bei manchen Fabrikaten bei den Inspektionen für Mehrkosten entstehen. Ich habe einen Subaru Forester gefahren, als Vielfahrer kommt man ja schnell mal in den Genuß einer Inspektion. Als dann die zweite Inspektion knappe 700 Euro kosten sollte hab ich mir dann doch wieder einen Diesel angeschafft.

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