Projekt fordert Differenzierung gegenüber reinen Benzinern

Das «Projekt CO2-100minus» – ein Forschungsprojekt an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) des Saarlandes zur CO2-Einsparungbegrüßt, dass endlich Bewegung in die Neuregelung der Kfz-Besteuerung kommt. Gleichzeitig fordern die Saarbrücker Wissenschaftler die Berliner Regierungsparteien auf, die Vorteile von Autogas als sofort verfügbaren umweltfreundlichen Kraftstoff stärker zu berücksichtigen. Gestern hatte eine Arbeitsgruppe von CDU und CSU ein Positionspapier vorgelegt, in dem die Novellierung zur Jahresmitte angekündigt wird.

«Je schneller es zu einer politischen Einigung kommt, desto besser. Die Autofahrer dürfen nicht länger verunsichert werden», macht HTW-Professor Dr. Harald Altjohann deutlich. In ihrem Forschungsprojekt haben Altjohann und Prof. Dr. Thomas Heinze nachgewiesen, dass mit Hilfe von Autogas eine schnelle CO2-Reduzierung bei Benzinmotoren möglich ist. «Allein die reine Umrüstung bringt schon zehn Prozent Ersparnis, durch eine Optimierung der Steuertechnik sind weitere acht Prozent drin,» verdeutlicht Heinze. Betrachte man dann noch die geringeren CO2-Emissionen in der Kette von der Förderung oder Produktion bis hin zum Fahrzeug, so lassen sich zusammen mit flankierenden Maßnahmen im Pkw nahezu 23 Prozent Einsparung erreichen.

Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass ein auf Autogas umgerüstetes Fahrzeug wie ein Benziner besteuert werde, nur weil weiterhin ein Benzinbetrieb möglich sei, geben die Professoren zu bedenken. «Wer mehrere tausend Euro in die Umrüstung investiert, wird anschließend kaum Benzin verfahren,» erläutert Altjohann. Mit einer Kfz-Steuer, die den CO2-Ausstoß im Autogas-Betrieb zugrunde lege, ließe sich die Akzeptanz von Flüssiggas als Kraftstoff von inzwischen rund 300.000 Pkw weiter erhöhen und der Nutzen für das Klima mit einer vorhandenen Technik schnell steigern.

Quelle: www.projekt-co2-100minus.de




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